Santeli (georgisch: Kerzenschein) ist ein Gesangs-Trio, das von der
ungewöhnlichen Strahlkraft der polyphonen traditionellen Gesänge
der Kaukasus-Republik Georgien begeistert ist. Diese Lieder
entstanden teilweise noch in vorchristlichen Zeit zu Themen, die
eine Gemeinschaft bewegen: Liebeslieder, Heillieder, Arbeitslieder,
Tanzlieder, Lieder zu Geburt und Tod, Reiselieder, sakrale Lieder.
2004 wurden diese Gesänge von der UNESCO zum ersten immateriellen
Weltkulturerbe erklärt. Gemeinsam mit georgischen Sängerinnen
und Sängern erforschen Kirsten Dietrich, Imke McMurtrie und Astrid Münder seit vielen
Jahren das Geheimnis dieses besonderen Liedguts. Sie haben
über die Jahre eine Qualität des Zusammenklangs entwickelt, welche
die Zuhörer von der persönlichen Begegnung der individuellen
Stimmen in den Raum der georgischer Harmonik entführt. Diese
Art des stimmlichen und menschlichen Zusammenschwingens
ist „“ein Raum von inniger Verschmelzung und bestürzender
Schönheit, in dem sich jeder Widerstand auflöst“ (Johannes Heimrath).
Im Oktober 2018 trat das Ensemble auf der Frankfurter Buchmesse
(Gastland Georgien) auf und stellte dort die Neuerscheinung:
Songbook Georgia /Liederbuch Georgien (Tamar Buadze,
Imke McMurtrie) vor.